BUND Kreisgruppe Duisburg

Kohleausstieg: OB Link fordert finanzielle Hilfe

10. Juli 2020

 (K.C.)

Die Kreisgruppe Duisburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) reagiert empört über die Aussage von Hr. Link, dass Kraftwerksbetreiber wie die Steag Gelder für die Stilllegung erhalten sollen. „Im November 2010 hat der BUND Duisburg Vorträge zum damals geplanten Steag-Anteilskauf angeboten. Der Titel war: Vermeidung des Ökologischen Unsinns und des Ökonomischen Desasters. Ratsmitglieder, die der Einladung gefolgt sind, konnten wir an einer Hand abzählen. Im Januar 2011 haben wir einen offenen Brief an alle Ratsmitglieder veröffentlicht und auf die Konsequenzen des Steag Deals hingewiesen, die sich im Laufe der Jahre bewahrheitet haben. Die Prognosen der Wissenschaft waren damals alle bereits da, dennoch waren der Stadt Duisburg Versprechen von Gewinnen aus Kohlekraftwerken wichtiger als ökologische Aspekte“, teilte Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND Duisburg mit.

 

Das Strukturstärkungsgesetz will unter anderem Standorten von Steinkohlekraftwerken unterstützen, die strukturschwach sind und an denen die Steinkohle eine besonders große wirtschaftliche Bedeutung hat. „Wir benötigen einen sozial, ökologischen Umbau der Wirtschaft, auch gerade in Duisburg. Daher wäre es eine sinnvolle Aufgabe nach finanzieller Unterstützung zu suchen, die Unternehmen beim Strukturwandel in Duisburg helfen und langfristig Arbeitsplätze sichern. Dies jedoch an dem Kohlekraftwerk in Walsum fest zu machen, ist die falsche Vorgehensweise“, so Ciesla weiter.

 

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