BUND Kreisgruppe Duisburg
 (Ortsgruppe Moers)

Das Vorhaben

Im Westen Duisburg, unmittelbar zur Stadtgrenze Moers ist die Eröffnung einer Mülldeponie geplant. Auf dem Gelände der Bergehalde Lohmannsheide soll eine Deponie für mineralische Abfälle – sogenanntes DK1-Material – entstehen, die beim Abriss von Gebäuden und Industrieanlagen anfallen. Ein großer Teil dieser Abfälle würde nicht wie im Kreislaufwirtschaftsgesetz vorgeschrieben der Wiederverwertung zugeführt, sondern aus Kostengründen deponiert. Frei nach dem Motto: „Wegwerfen ist billiger als Wiederverwerten“.

Geplant ist, über einen Zeitraum vom 15 Jahren belastetes Material aufzuschütten. In Summe kommen ca. 5,2 Mio. Tonnen zusammen. Am Ende würde eine 47 Meter hohe Müllhalde entstehen, die das jetzige Landschaftsbild nachhaltig verändert.

Die Anlieferung des Deponiematerials mit LKW soll über Duisburg-Baerl und Moers erfolgen.

Zählt man die Zeiten der Vorbereitung und des Abschlusses hinzu, wird es hier eine Großbaustelle für ca. zwei Jahrzehnte geben – erheblichen Belastungen für die Menschen, die hier leben.

 

15 Jahre Deponiebetrieb bedeuten:

Mehr LKW-Verkehr

Etliche Dutzend LKW-Fahrten täglich bedeuten eine erhebliche Belastung durch Lärm, Abgas und Erschütterungen – in Spitzenzeiten quasi im Minutentakt Die Straßen werden zeitweise verstopfen. Dies wird die Anwohner*innen in Duisburg-Baerl (insbes. der Grafschafter Straße) in Moers-Eick-Ost und Moers-Meerbeck in besonderer Weise treffen.

Mehr Emissionen

Neben der Belastung durch den Anlieferverkehr ist auch mit Abwehungen von belastetem Staub vom Deponiekörper zu rechnen. Dieser wird sich je nach Wetterlage näheren Umfeld niederschlagen.

 

Damit müssten die Menschen aus der Region täglich leben - über Jahre!

 

Weitere Gefährdungen für Mensch und Umwelt drohen:

Gefährdung des Grund- und Trinkwassers: Die frühere Nutzung des Areals hat zu umweltschädlichen Schadstoffkonzentrationen im Boden geführt. Nachgewiesen sind: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) und Schwermetalle wie Chrom, Nickel, Zink, Arsen, Cadmium und Blei. Es ist nicht absehbar, wie sich das Gewicht von 5,2 Mio. Tonnen auf die Grundwasserströmung auswirkt. Eine Gefährdung des Trinkwassers aus dem Binsheimer Feld, aus dem das Trinkwasser für Zehntausende Menschen gewonnen wird, kann nicht ausgeschlossen werden.

Gefährdung wertvoller Biotope: Es haben sich auf dem Gelände geschützte Tierarten wie Kammmolch, Kreuzkröte und Zauneidechse angesiedelt, ebenso wie seltene Insekten- und Pflanzenarten. Der Deponiebetrieb wird diese wertvolle Natur massiv beeinträchtigen. Ob die geschützten Arten hier überleben, ist nicht sicher.

 

 

Der aktuelle Stand der Planungen:

Das Planfeststellungsverfahren ist in vollem Gange. Ca. 1.400 Seiten Antragsunterlagen sind zu prüfen. Das tun wir intensiv:

  • Sind die Angaben des Vorhabenträgers plausibel?

  • Wurden wesentliche Aspekte außer Acht gelassen?

  • Sind die vorgelegten Gutachten sachlich haltbar?

  • Sind die geplanten Maßnahmen zum Schutz der Umwelt ausreichend?

Wir haben zahlreiche Mängel festgestellt. Unsere Kritik werden wir in Form einer schriftlichen Stellungnahme („Einwendung“) zur Verhinderung dieses Projektes bei der Genehmigungsbehörde (Bezirksregierung Düsseldorf) einbringen. In einem weiteren Schritt wird der BUND im Rahmen eines Erörterungstermins seine Einwände ausführlich darlegen. Dies kann dazu führen, dass der Vorhabenträger in wesentlichen Punkten seine Planungen nachbessern muss oder dass das Projekt durch die Bezirksregierung Düsseldorf nicht genehmigt wird.

Welche Entscheidung die Bezirksregierung letztlich trifft, ist heute noch nicht absehbar.

 

 

Noch ist also alles möglich und wir brauchen die Unterstützung der betroffenen Menschen!

 

Diese können von Ihrem Recht Gebrauch machen, Einwendungen zu erheben. Informationen wie diese zu formulieren sind verschicken wir über den eigens dafür ins Leben gerufene BUND-Newsletter (Anmeldung per E-Mail unter bund-moers(at)bund-wesel.de oder info(at)bund-duisburg Stichwort „Lohmannsheide“). Zudem werden wir am 9.12 um 19.00 Uhr öffentlich über ZOOM informieren und Fragen beantworten. Die Zugangsdaten zu dieser Online-Veranstaltung versenden wir über den Newsletter.

 

Mit einer Spende oder Mitgliedschaft im BUND unterstützen Sie die Arbeit zur Verhinderung des Projektes. Bitte bedenken Sie: Gegengutachten kosten ebenso Geld, wie z.B. Druckkosten für eine Informationsschrift, die in der Auflage von 5000 Stück an die Bevölkerung verteilt wurde. Zuwendungen an den BUND sind steuerlich absetzbar!

 

Spendenkonto

IBAN: DE26 3702 0500 0008 2047 00

BIC: BFSWDE33XXX

Bank für Sozialwirtschaft, Köln

(Kontoinhaber: BUND Landesverband NRW)

Stichwort: Lohmannsheide

 

VisdP: Michael Zerkübel (BUND Moers),

Kerstin Ciesla (BUND Duisburg)

Dieses Projekt muss verhindert werden!

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Informieren Sie sich unter Termine, wann das nächste Treffen stattfindet.

Alles auf einem Blick finden Sie in diesem digitalen Flyer:

Flyer Lohmannsheide
 (K.C.)

Wir verteilen außerdem weiterhin fleißig Flyer, um über das Projekt aufzuklären...

 (K.C.)

Flyer der Ortsgruppe Moers,

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