Störche in der Rheinaue Walsum

 (D.Puttins)

Seit den 1990er Jahren unterstützt die Firma Rheinfelsquelle den BUND Duisburg finanziell bei der Naturschutzarbeit in der Rheinaue Walsum. Mit dieser Unterstützung wurden zunächst fünf Storchenmaste mit Weidenkörben errichtet. Seit 2010 brütet der Weißstorch in der Rheinaue Walsum.

Die in zehn Metern Höhe ruhenden Weidenkörbe wurden extra mit Heu und Stroh ausstaffiert, denn "wir verwöhnen die Störche ein bischen, damit sich weitere Jungtiere ansiedeln", so der fachkundige Michael Kladny. Denn 80 Prozent der männlichen Störche kehren immer wieder zu den angestammten Brutplätzen zurück. Dank der Beringung der Tiere konnte sogar ein paar identifiziert werden, das bereits 2013 das erste Mal in die Rheinaue Walsum kam und jetzt in ihrem siebten, verflixten, Ehejahr bei uns ist!

In den letzten Jahren wurden weitere fünf, mit Weidenkörben, allem Komfort und Panoramablick ausgestattete Nisthilfen aufgestellt, um die nächste Generation 2021 zu begrüßen. Auch abgesehen von den Luxussuits ist die Rheinaue der ideale Nistplatz für die Störche, denn die bei Hochwasser überschwemmten, Gebiete eröffnen ein sattes Buffet für die hungrigen Jungtiere, von denen wenn alles gut läuft bis zu vier durchkommen.

 (D.Puttins)

Jedes verdrückt in einer Stunde bis zu 50 der schmackhafteseten, bis zu 20cm langen Würmer die die Aue zu bieten hat. Keine Zeit für faule Ausreden der Eltern, da müssen beide Eleternteile ran und demonstrieren Gleichberechtigung: Mal ist Vater und Mal Mutter Aufsicht und mal Nahrung beschaffen.

So sind die Jungen bereits Ende Juni, Anfang Juli (etwa zehn Wochen nach dem Schlüpfen) reif ihre Kinderstube zu verlassen und unternehmen unter Aufsicht der Eltern die ersten Flugversuche.

In der weitläufigen Auenlandschaft stören sie sich auch gar nicht an Spaziergängern, sondern freuen sich vielleicht sogar über Zuschauer bei ihrem ersten großen Auftritt!