Morphologisch ist die Auenlandschaft keine Ebene sondern eine durch Rinnen und Hochlagen gegliederte Landschaft. Diese Rinnen sind verlandete Altarme des Rheins, die auch Altstromrinnen genannt werden. Eine der deutlichen Rinnen kreuzt hier (Standort 6) den Weg und erstreckt sich von der Kleinen Wardtstraße im Süden bis zum Pumpwerk im Norden der Rheinaue. Über diese Rinne wird ein Großteil der Rheinaue entwässert. Das Foto zeigt einen Abschnitt nördlich des Standortes, der nicht vom Weg aus einsehbar ist.
Dadurch, dass der Rhein sich in den letzten hundert Jahren immer tiefer in sein Bett eingegraben hat, sind die Grundwasserstände in der Aue abgesunken. Auch der Deichbau unterstützte das Trockenfallen der Altarme. Erst durch die Bergsenkungen, die verstärkt in den 80er Jahren einsetzten, vernässten die Altarme wieder und sind dadurch heute deutlich im Gelände erkennbar. Viele von ihnen füllen sich im Winterhalbjahr mit Wasser und trocknen im Spätsommer wieder aus. An diese speziellen ökologischen Verhältnisse sind viele Tierarten angepasst. Zwar sind diese Gewässer für Fische daher ungeeignet, aber für Amphibien ideal.