Von besonderer naturschutzfachlicher Bedeutung sind die Wiesen in der Rheinaue Walsum. Dabei unterscheidet man zwischen Wiesen (gemäht), Weiden (beweidet mit Rindern, Pferden oder Schafen) und Mähweiden (im Frühjahr gemäht und im Sommer beweidet). Während die Wiesen meist ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden, werden Weiden mit Schafen, Rindern oder Pferden bewirtschaftet. Eine Kombination aus beiden stellen Mähweiden dar, die im Frühjahr gemäht und anschließend beweidet werden. Insgesamt wurden auf allen Grünlandflächen in der Rheinaue Walsum über 200 Pflanzenarten nachgewiesen.

Die sogenannten Flachlandmähwiesen weisen eine charakteristische Zusammensetzung an Pflanzenarten auf. Sie sind wegen ihrer Artenzusammensetzung gesetzlich geschützte Biotope. Auf einzelnen Wiesen kommen bis über 50 verschiedene Pflanzenarten vor. In der Regel dürfen sie erst ab dem 15.6. gemäht werden.

Die vom Standort aus nach Norden zu sehenden Wiesenflächen sind darüber hinaus Kompensationsflächen. Zum Ausgleich des negativen Einflusses des Bergbaus auf andere Wiesen mussten hier ökologische wertvolle Wiesen entwickelt werden, was auch gelungen ist.