Der Deich ist ca.1930 entstanden. Er wurde mehrfach erhöht, weil er immer wieder durch den fortschreitenden Kohleabbau abgesunken ist. Zuletzt erfolgte eine Deichsanierung 2005. Als Deichbaumaterial wurde z.T. Auenlehm, aber vor allem auch sogenanntes Bergematerial verwendet. Dieses Bergematerial fällt bei der Steinkohlenförderung an. Es ist das Blindgestein, was beim Abbau zu Tage gefördert wurde. Infolge dieser Anschüttung und der nur geringen Humusauflage haben sich auf dem gesamten Deich Pflanzenarten angesiedelt, die nährstoffarme Verhältnisse benötigen. Die dadurch entstehenden Wiesen werden daher auch Magerwiesen genannt.
Typische Pflanzenarten sind die Wiesenmargarite, der Wiesensalbei, die Wiesen-Knautie und der Gewöhnliche Hornklee. Entsprechend der vielen verschiedenen Pflanzenarten findet man hier vor allem zur Blütezeit viele verschiedene Insektenarten, die nach Nektar suchen. Eine besondere Art ist der Wolfsmilchschwärmer, dessen Raupen sich von der Zypressen-Wolfsmilch ernähren. Die Magerwiesen sind nach dem Naturschutzgesetz NRW besonders geschützte Lebensräume.
Artenreiche Salbei-Glatthaferwiese am Deich