Im Norden der Rheinaue fallen zwei rechteckige Gewässer auf. Es sind Restbaggerlöcher der durchgeführten Auskiesung. Das gesamte Deichvorland ist von 1955 bis 1997 ausgekiest und anschließend verfüllt und rekultiviert worden. Bei erhöhten Rheinwasserständen besitzen die beiden Baggerlöcher Kontakt zum Rhein. In den Wintermonaten sind beide Gewässer regelmäßige Rastplätze für verschiedene Wasservogelarten.
Am zahlreichsten sind hier die Pfeifenten und Krickenten. Daneben rasten auch Schnatter- und Löffelenten sowie Reiher- und Tafelenten und Gänsesäger. Auch Kormorane sind häufig bei der Jagd zu beobachten. Graugänse und Blässgänse finden sich oft zum Trinken und Putzen in größerer Zahl ein.
Vor der Auskiesung bestanden im Norden des Deichvorlandes die ehemaligen „Stappteiche“. Dieser Auwaldbestand war bis Ende der Siebziger Jahre einer der letzten am ganzen Niederrhein. Hier lebten Laubfrösche und brüteten Zwergseeschwalben und Zwergdommeln. Anstelle des Auwaldes wurden mehrere Gehölzinseln angelegt, die aus Naturschutzsicht eher nachteilig für die Vogelwelt sind, da sie für die Bodenbrüter im Deichvorland eher störend wirken.