BUND Kreisgruppe Duisburg

Kommunale Verkehrswende in Duisburg

>>Mit welchen konkreten Maßnahmen will Ihre Partei den Fuß- und Radverkehr in Duisburg verbessern?

 

Positionierungen:

CDU:

Die CDU unterstützt seit Jahren den Ausbau des Radwegenetzes in Duisburg und wird das auch in Zukunft tun. Ebenso sind wir stets der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht Fußwege zu sanieren oder zu erneuern und Barrierefreiheit in der Stadt herzustellen – beispielsweise durch so genannten „shared space“.

LINKE:

Wir brauchen sichere und von legal und illegal parkenden Autos befreite Fußwege, sicher Überwege und angstfreie Wegeverbindungen. Es darf künftig nicht mehr sein, dass dem Rad- und Fußverkehr nur die Restflächen im Straßenraum verbleiben, nachdem die zur Verfügung stehenden Flächen zunächst für den fahrenden und parkenden MIV aufgeteilt worden ist. Da der Platz begrenzt ist, muss der Straßenraum von außen nach innen geplant werden. D.h.: Zunächst müssen je nach Lage ausreichend breite Gehwege geplant werden. Dann ist der Radverkehr zu berücksichtigen und der danach übrigbleibende Straßenquerschnitt kann dem Autoverkehr gewidmet werden. Dabei ist aber zuerst noch dem ÖPNV ausreichend Platz zu geben und für sichere Haltestellen mit entsprechenden Querungsmöglichkeiten zu sorgen. Außerdem muss für ganzflächige Barrierefreiheit gesorgt werden.

GRÜNE:

Sowohl im Fuß- als auch im Radverkehr, wollen wir die Bewegungsfreiheiten verbessern. Menschen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, z.B. aufgrund von Gehhilfen oder Kinderwagen, müssen besser als bisher berücksichtigt werden. Bürgersteige müssen breit genug sein und entsprechende Absenkungen aufweisen. Es muss außerdem möglich sein alle Ziele direkt zu Fuß zu erreichen. Wir möchten Anforderungsampeln so schalten, dass Fußgänger*innen nicht mehr so lange warten müssen. Außerdem wollen wir autofreie Zonen schaffen und Nebenstraßen wieder verstärkt zu Spielstraßen umwidmen.

Für uns ist und war schon immer das Fahrrad das Fahrzeug der Zukunft – insbesondere im innerstädtischen Verkehr. Große wie kleine Strecken lassen sich hiermit klimafreundlich, leise, gesund und sauber zurücklegen. Auch in der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Fahrrädern weiter angestiegen, diese Nutzungsansprüche muss Stadtentwicklung zukünftig mehr als zuvor widerspiegeln. Um die Lust am Radfahren weiter zu fördern, werden wir zwei Hauptwegradrouten einrichten: Nord-Süd und West-Ost. Zusätzlich wollen wir 200 km neue Radwege bauen indem wir dem Radverkehr Vorrang vor dem Autoverkehr einräumen. Durch die Errichtung von überwachten Fahrradgaragen wollen wir zusätzlich das Abstellen der Fahrräder in den Einkaufsstraßen sicherer gestalten.

SPD:

Das Fahrrad erfährt zurzeit vor allem in den Städten eine Renaissance als Fortbewegungs- und Transportmittel. Dieser positive Trend muss durch eine geeignete Infrastruktur unterstützt werden. Dazu haben wir im Umweltausschuss der Stadt Duisburg beispielsweise beantragt und beschlossen, in allen Neubau- und Sanierungsgebieten Fahrradstellplätze einzurichten.

Aus unserer Sicht muss der Radverkehr bei jedem Bauvorhaben der Stadt Duisburg von Anfang an mitgedacht und die passende Infrastruktur geschaffen werden, die nicht nur den PKW- und LKW- Verkehr berücksichtigt, sondern auch den Radverkehr im Blick hat. Auf Ratsebene, aber vor allem auch in den Bezirksvertretungen vor Ort, achten wir darauf, dass der Radverkehr einen hohen und besonderen Stellenwert hat.

Wichtige Ansprechpartner für unsere Radverkehrsplanung sind zudem die Vertreter im Regionalverbund Ruhr (RVR). Aus unserer Sicht muss das gesamte Ruhrgebiet das Thema Radverkehr als ganzheitliches Konzept denken. Nur gemeinsam erreichen wir ein attraktives und modernes Radwegenetzwerk, insbesondere auch mit Radschnellwegen, welche das gesamte Ruhrgebiet verbinden. Dadurch erzielen wir einen Standortvorteil und machen unsere Ruhrregion auch für Radfahrerinnen und Radfahrer attraktiver. Auch zukünftig werden wir auf allen politischen Ebenen darauf achten, dass der Radverkehr berücksichtigt und langfristig verbessert wird.

Unsere Großstädte sind aktuell primär auf den Verkehr von Kraftfahrzeugen ausgerichtet. Dies muss sich in den nächsten Jahren ändern. Nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch für die Gesundheit der Bevölkerung ist eine Fortbewegung mit dem Fahrrad wünschenswert. Damit möglichst viele Personen „aufs Rad umsteigen“, müssen gute Bedingungen vor Ort herrschen.

Zugleich erhöht sich die Anzahl der batterieunterstützten Fahrräder stetig. Durch die Verbesserung der Reichweiten und das Angebot an bezahlbaren Elektromobilen steigen die Verkaufszahlen dieser Verkehrsmittel. Daher ist es wichtig, ein stetes Ansteigen des Angebots an Ladestationen sicherzustellen. Dies auf der gesamten Stadtfläche zu gewährleisten, ist eines unserer Ziele für die nächsten 5 Jahre.

Neben dem fließenden Verkehr wird auch das Angebot für das sichere Abstellen von Fahrrädern ständig ausgebaut. So wird immer wieder im Rahmen von kleinen Maßnahmen der Bestand von Fahrradbügeln erweitert. Auch das besonders sichere Abstellen in den Boxen des regionalen Systems „DeinRadschloss“ mit seinen aktuell fünf Standorten in Duisburg wird derzeit an weiteren Stellen geplant. Hier ist aufgeführt, an welchen Orten es „DeinRadschloss“ in Duisburg schon gibt:

- Großenbaum S-Bahnhof

- Hamborn Rathaus

- Meiderich Bf

- Ruhrort Bf

- Münchener Str.

Auch dieses Angebot wollen wir in den nächsten Jahren verstärkt ausbauen.

Darüber hinaus machen wir uns stark für ein modernes und praktikables Leihfahrradsystem. In Duisburg gibt es bereits zahlreiche Angebote, um sich unkompliziert ein Fahrrad mit Hilfe einer App zu leihen und zu nutzen. Diese Angebote sollen auch zukünftig unterstützt und ausgebaut werden.

Bei dem bereits beschlossenen Umbau der A59 zu einer sechsspurigen Autobahn haben wir von Anfang an gefordert, einen Radschnellweg entlang der Trasse zu realisieren. Diese Forderung gilt bis heute und wir erwarten vom Land Nordrhein-Westfalen, dass diese Pläne zur schnelleren Nord-Süd Verbindung auch in die Tat umgesetzt werden.

Aufgrund der besonderen Umstände des Planungs- und Umsetzungsprozesses zur A40-Rheinbrücke und der hohen Bedeutung, ist eine mögliche Radschnellverbindung Duisburg – Moers eigenständig und vertieft untersucht worden. Im Ergebnis sind Land und Bund davon überzeugt worden, eine Nebenanlage angemessen breit zu bauen. Wir werden auch hier auf die Umsetzung genau achten und uns weiterhin für diese Radschnellverbindung stark machen.

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