Flächenfraß Frage 2, Flächennutzungsplan-Entwurf

Wird Ihre Partei in der nächsten Legislaturperiode den Flächennutzungsplan-Entwurf, der unter anderem die Bebauung von Wäldflächen (z.B. Uni-Wald / Wald in Meiderich) und von Landschaftsschutzgebieten vorsieht, unterstützen?

Partei CDU SPD LINKE GRÜNE
Ja x      
Nein     x x
keine eindeutige Positionierung   x    

Begründung der Positionierungen:

CDU:

Wie bereits in der vorangegangene Antwort verdeutlicht, gilt es Interessen abzuwägen und Entscheidungen mal für und mal gegen ein Projekt zu fällen. Das Wohl der Bürgerinnen und Bürger ist das Maß. Dass hierbei Umweltaspekte zentral sind, um deren Ausgleich wir uns bemühen, steht außer Frage. Wenn an der einen Stelle ein Baum fallen muss, muss an der anderen Stelle neu gepflanzt werden.

SPD:

Es muss immer der Einzelfall betrachtet werden und bei jedem Beschluss alle Interessen sowie Vor- und Nachtteile abgewogen werden. Eine pauschale Ablehnung von Vorhaben ist nicht zielführend. Inwieweit aus dem Flächennutzungsplan abgeleitete Pläne realisiert werden, bleibt abzuwarten. Die SPD Duisburg steht jedoch grundsätzlich zum Erhalt und Ausbau der Duisburger Waldflächen. Wir haben uns zum Beispiel verstärkt für die Pflege des Baerler Busch eingesetzt und hier eine gemeinsame Lösung mit verschiedenen Akteuren gefunden.

LINKE:

Wir haben uns in der Vergangenheit dagegen ausgesprochen und auf unsere Initiative hin, in der Bezirksvertretung Meiderich –Beeck, einen mehrheitlichen Beschluss herbeigeführt, den Wald am Rhein- Herne-Kanal zu erhalten. Die gleiche Haltung nehmen wir zum Uni-Wald ein.

GRÜNE:

Die bisherigen Entwürfe des FNP sehen für uns aber eine zu große Umnutzung von bisherigen Natur- und Freiflächen vor. So soll beispielsweise der Wald hinter der Universität oder das Landschaftsschutzgebiet am Rahmerbuschfeld für Bebauung weichen- um nur zwei Beispiele zu nennen. Für uns sind diese Vorhaben völlig inakzeptabel! Gerade in Zeiten des Klimawandels brauchen wir mehr Grün in Duisburg und nicht weniger. Wir setzen uns daher für den Erhalt dieser und anderer naturnaher Flächen ein und dafür, dass Duisburg engagierter als bisher Brachflächen für Bebauung reaktiviert.

Der BUND Duisburg fordert Flächenrecycling, bauliche Nachverdichtung und das Aufstocken von Wohn- und Gewerbegebäuden. Dennoch werden weiterhin nur einstöckige neue Logistikhallen geplant und gebaut, wie z.B. in Homberg.